InfiniteWP- kostenlose Alternative zu ManageWP

Viele von euch dürften das nützliche Plugin ManageWP kennen. Damit ist es möglich mehrere Blogs gleichzeitig von einem Dashboard aus und mit nur einem zentralen Account zu steuern. Es hat nur einen Nachteil, es kostet inzwischen Geld. Es gibt zwar einen freien Zugang, man kann jedoch hier nur insgesamt drei Blogs anmelden. Das ist dann lediglich mal zum Ausprobieren ausreichend.

Doch nun gibt es seit ein paar Tagen eine echte kostenlose Alternative, die sich Infinite WP nennt. Man muss jedoch bedenken das sich die Entwicklung noch im Anfangsstadium befindet und es noch nicht sehr viele Features dafür gibt. Für den Webmaster der zehn Blogs und mehr immer auf den neuesten Stand halten und up to date sein will, ist es jedoch vollkommen ausreichend.

InfiniteWP und seine Funktionen
Die Grundfunktionen sind sehr schnell beschrieben. Es gibt einen so genannten Master Login mit dem man sich für alle seine Blogs anmelden kann. Mit nur einem Klick werden die Plugins und auch Themes im Falle eines vorliegenden Updates auf den neuesten Stand gebracht. Ferner ist es möglich für alle Blogs regelmäßig ein Backup zu veranlassen. Die gute Nachricht ist, das die Entwickler diese Funktionen später einmal kostenlos zur Verfügung stellen möchten. Hoffen wir das es auch dabei bleibt.

Hier noch einmal die wichtigsten kostenlosen Funktionen von InfiniteWP zusammengefasst:

  • Master Login,
  • One-Klick Update,
  • Backup-Funktion,
  • Plugins- und Theme Management.

InfiniteWP Installation
Die Installation von InfiniteWP ist denkbar einfach. Es sind dazu zwei Erweiterungen notwendig. Einmal handelt es sich dabei um das so genannte IWPAdminPanel mit dem später alles gesteuert werden kann. Dann ist noch das Plugin iwp-client notwendig. Dieses wird auf den jeweiligen, zu steuernden Blogs hochgeladen.

So dann starten wir mal. Zunächst wird wie schon erwähnt das IWPAdminPanel von der Entwicklerseite heruntergeladen und auf der heimischen Festplatte gespeichert. Es handelt sich um eine ZIP-Datei die zuerst entpackt werden muss. Wir legen einen neuen Ordner an und nennen diesen einmal iwp. Danach entpacken wir die Datei und speichern die Ordner und Verzeichnisse in den Ordner iwp. Im nächsten Schritt rufen wir eine bereits bestehende WordPress-Installation mittels FTP-Client auf. Hier müssen wir zusätzlich zu den bestehenden Dateien und Verzeichnissen noch das Verzeichniss iwp hinzufügen. Jetzt laden wir alles was sich im Ordner iwp auf der Festplatte befindet hoch. Das war auch schon der schwierige Teil.

Es sollten jetzt nach Eingabe von www.meine-domain.de/iwp nach einander die Lizenzvereinbarung, die Systemchecks und die Felder für das Datenbanklogin erscheinen. Wird hier zugestimmten und sind alle Daten richtig eingebeben erscheint folgendes Anmeldefenster:

InfiniteWP

Alles soweit klar und ist das Bild vorhanden? Ja, super! Im nächsten Schritt geben wir hier nun unsere Emailadresse und das Passwort mit dem wir uns auch sonst an dem Blog anmelden ein. Schon sind wir einen weiteren Schritt vorwärts gelangt. Hier können wir den ersten Blog hinzufügen.

Der Button um eine Website oder einen Blog hinzuzufügen befindes sich ganz unten links und ist auf den ersten Blick nicht gleich sichtbar. So ging es mir zumindest. Wir sehen jetzt die Eingabefelder Websiteurl, Admin Username und Activation Key. Um den Activation Key zu erfahren und die Installation abzuschließen müssen wir das Plugin iwp-client zuvor auf den zu steuernden Blog installieren. Nur mit Hilfe dieser Erweiterung läßt sich eine Verbindung zu den jeweiligen Installationen herstellen. Nach der Installation des Clienten wird dieser jetzt noch fehlende Key ganz oben angezeigt. Diesen am Besten per Copy & Paste markieren und hier in die Maske eingeben. Und schon ist alles erfolgreich abgeschlossen.

Ich hoffe es war alles soweit klar und verständlich ausgedrückt. Bei mir hat es jedenfalls problemlos funktioniert. Man muss einfach mal abwarten was die Entwickler noch an nützlichen Features hinzufügen und was am Ende dann auch kostenfrei bleibt. Einiges ist ja auch bereits angekündigt. Momentan macht InfiniteWP schon einen sehr guten Eindruck und der Nutzer spart sich ein Menge Zeit. Für alle die eine Videoanleitung benötigen habe ich noch das Video der Entwickler als Ergänzung angehängt. Einen sehr informativen Artikel dazu findet ihr dazu auch auf Dennis Blog.

17 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Wordpress: Zentrale Verwaltung mehrerer Websites mit "ManageWP", "InfiniteWP" und Multisite - Apple,iPhone,iPad,Mac,iOS,Wordpress,Grafik,Webdesign: Tipps & Tricks...direkt aus der Pixelbar in Eupen! - Pixelbar Eupen - Pixelbar Eupe

  2. Hi Egon,
    vielen Dank. Ich habe heute nach einer Alternative gesucht und bin froh, deinen Artikel gefunden zu haben. Dann geht es ans testen.

  3. irgendwo meine ich gelesen zu haben, dass man bei IWP 10 Pages kostenlos verwalten könne. Da ich aber noch keine 10 Pages eingetragen habe und nirgendwo einen Hinweis sehe, könnte es auch sein, dass ich mich irre. Backup habe ich erstellt und werd den Restore Morgen mal testen.
    ManageWP kann 3 Pages verwalten. Wer mehr möchte muss bezahlen. Läuft aber kommplett auf dem Server des Anbieters. Dafür soll bei Premium auch ein automatisches Backup möglich sein.

    Wähend man IWP auf seinem eigenen Server installiert und dann einfach auf den jeweils zu verwaltenden Pages das Client-Plugin installiert. Dieses Konzept gefällt mir besser, da ich hier meine Zugangsdaten nicht an einen Anbieter weiter gebe.
    Wenn der Funktionsumfang noch erweitert wird, könnte es sicherlich MWP den Rang ablaufen.
    Bei der Installation hatte ich auch die Hürde, dass ich ins KAS meines Webhosters mußte um die Rechte für den PHP-User zu setzen. Wer bei diesem Anbieter hostet kennt dieses Spielchen ja. Dieses Sicherheitskonzept hatte mein alter Hoster nicht. Aber es dürfte die Pages etwas schwerer angreifbar machen. Daher finde ich es gut.

  4. Hey Klaus, also das mit den 10 anstelle von 3 Webseiten verstehe ich nicht ganz.
    Aber, aktuell hast du natürlich recht. Der Funktionsumfang ist etwas eingeschränkt, die Entwickler arbeiten jedoch mit Hochdruck an Premium Features die im Prinzip ManageWP ersetzen.
    Bei den folgenden Plugins hast du dann die Qual der Wahl und kannst dir DEIN Infinite WP so zusammenbauen wie du das gerne hättest.

  5. iwp kann soweit ich das sehe nur die Updates der Plugins und Themes verwalten sowie Datensicherung erstellen. Artikel und Seiten verwalten wie bei ManageWP vermisse ich hier.
    Unter ManageWP ist es möglich einen Artikel auf sämtlichen verwalteten Homepages zu veröffentlichen. Somit eine Zeitersparnis. ManageWP ist die umfangreichere Lösung.
    Infinite WP gefällt mir dennoch sehr gut. Wem der Funktionsumfang von IWP reicht, dann kann hier 10 Webseiten anstelle nur 3 kostenlos verwalten.

  6. Sehr guter Tipp. Das werde ich mir mal anschauen.

    Hat jemand eine Idee oder weiß, ob der zentrale Zugriff auch auf Blogs klappt, die sinnvollerweise mit .htaccess im Admin-Bereich und dadurch zusätzlich mit einem Passwort geschützt sind? Kann IWP damit umgehen?

  7. Vielen Dank für diese informative Beschreibung.
    Praktisch auf jeden Fall, die Backup Funktion!
    Die einzigen „Installationsfallen“:
    Die config.php braucht CHMOD 666 (normalerweise PHP Rechte) und
    de Tabellen Prefix soll nicht der, von der WordPress Installation sein.
    Für All-inkl User mit CHMOD muss man vielleicht herum „spielen“, im KAS
    die Besitzrechte aktualisieren sich oft nicht so schnell.
    Freundliche Grüße aus Wien
    Franz von AVFIS gemeinnütziger Verein

  8. Pingback: Rückblick Woche 21/12 - Majeres.de

  9. Hi Egon, dein Artikel war sehr hilfreich und die Installation hat auch sehr einfach geklappt. Leider ist mir nun aufgefallen das sich Blogs nicht Webseitenübergreifend verwalten lassen. Hierzu müsste es möglich sein für jeden Blog einen FTP zugang eintragen zu können. Die einzelnen Vereinsblogs liegen nämlich alle auf unterschiedlichen Webhosting paketen und sind nicht Zentral ansteuerbar. Hast du dazu eine lösung?

    Danke schonmal.

    • Hey Sebastian, aber genau darum geht es doch.
      Die WordPress Instanzen können hier mittels Pluginlösung Zentral verwaltet werden, FTP und co wird hier nicht gebraucht.

    • @Sebastian
      das ist doch gerade das Einfache
      Auf beliebigen Blog den iwp Clienten installieren. Aktivierungscode kopieren und damit den Blog hinzufügen. Plugins, Themes usw. updaten. Oder aus IWP heraus Artikel schreiben. Zentral halt.

      • Komisch, dann habe ich da wohl etwas falsch gemacht… Beim Installationsauftrag der Updates kam dauernt „fehlgeschlagen“ und das der FTP zugang nicht angegeben sei….

        • Das hat dann etwas mit deiner Update Routine auf dem jeweiligem Blog zu tun. Wenn du keine automatischen Updates machen kannst funktioniert das auch nicht so ohne weiteres per plugin.
          Du könntest deine FTP Daten in die wp-config.php eintragen, diese würden dann jedesmal ausgelesen wenn du ein update machen willst und das manuelle ausfüllen entfällt.

  10. Toller Artikel Egon.
    Ich hoffe mal das David noch ordentlich nachlegt und auch das die Premium Plugins bald kommen.
    Dann hat ManageWP als Paid Host Lösung in meinen Augen kaum noch vorteile.

  11. Moin moin,

    sehr gute Artikel. Der Blog ist sehr gut aufgebaut, man findet sich schnell zurecht und es ist sehr viel Content vorhanden. Freue mich schon auf weitere Beiträge!

    Schönen Abend noch

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.